DAS VERSTECK, Christophe Boltanski

La Cache wurde von der Hamburger Jury des „Festival de Chambéry“ als bester Erstlingsroman des Jahres 2016 gekürt. Am 9. November 2016 hatten wir die Ehre, seinen Autor Christophe Boltanski im Warburghaus zu begrüßen. Da die Veranstaltung in französischer Sprache stattfand, hatten unsere deutschsprachigen ClunisianerInnen noch nicht das Vergnügen, den Inhalt dieses wunderschönen Romans kennenzulernen. Das ist nun möglich. Das Versteck wird im Juli 2017 beim Verlag Carl Hanser herauskommen (23,- €, gebundene Ausgabe, ISBN-10 3446256423).

Christophe Boltanski, 1962 in Paris geboren, arbeitete lange als Journalist und Kriegsreporter bei Libération und Nouvel Observateur und ist seit 2017 Chefredakteur der Zeitschrift XXI. Er ist der Sohn des Soziologen Luc Boltanski und ein Neffe des bildenden Künstlers Christian Boltanski. Sein erster Roman Das Versteck war ein Überraschungserfolg in Frankreich und wurde mit dem Prix Femina ausgezeichnet.

Zum Inhalt: Im Hof des Hauses in der Rue de Grenelle steht der Fiat 500, den Großmutter gern schwungvoll fährt, weil man dann nichts von ihrer Gehbehinderung merkt. Im Erdgeschoss führte Großvater seine Arztpraxis, seit er seine Stelle in einem Pariser Krankenhaus verlor. Der getaufte Jude erkannte die Gefahr im Frankreich unter der Herrschaft des Nationalsozialismus erst spät. Seine Frau griff zur List: Sie ließ sich offiziell scheiden und versteckte ihren Mann in einem Gelass zwischen Bad und Schlafzimmer. Als der Krieg zu Ende ist, kommt ihr dritter Sohn zur Welt.

Originell und voller Zuneigung erzählt Christophe Boltanski die Geschichte seiner Familie anhand der Geschichte dieses einzigartigen Hauses.

Dieser Beitrag wurde unter Cluny-Lectures veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.