Reisebericht Zarrentin-Schwerin, 12.-14.9.2019

Vom 12. bis zum 14.9.2019 fuhren 29 glückliche Teilnehmer (die „jüngste“ mit 92 auch eine der fröhlichsten!) zur Entdeckung von regionaler Kultur und kultureller Konfrontation Frankreich-Deutschland nach Mecklenburg. Diese Reise, vom Damenkreis und vor allem Brigitte Volkhausen mit tatkräftiger Hilfe von Helena Paetow-Stiegen hervorragend vorbereitet, war in allen Hinsichten ein toller Erfolg: Viel Kultur, fünf bereichernde Führungen, vier genüssliche Mahlzeiten mit Kostbarkeiten aus der Gegend, dabei eine allgemein sehr entspannte Stimmung mit guten Gesprächen… Und schließlich, auch das Wetter spielte sehr schön mit, es regnete nur am Vormittag, wo wir im Museum waren!

Zarrentin, in der Kirche St. Peter und St. Paul

Zarrentin, in der Kirche St. Peter und St. Paul

Zarrentin bot gleich unübliche Entdeckungen in der Kirche St. Peter und St. Paul, ehemalige Klosterkirche. Hier einige Beispiele davon: Barockaltar von 1733 mit einem segnendem Christus am Kreuz; Thema „Kain und Abel“ als Wandmalerei des 14. Jh. dahinter; die wohl früheste Kanzel in Norddeutschland (aus der Lübecker Marienkirche); noch die Inschriften seitlich der Bänke mit Orts- bzw. Berufsnamen wie „Lehrer“ oder „Küsterei“…

Teufel am See von Zarrentin

Teufel am See von Zarrentin

Genauso weiter ging es in Schwerin, schon mit Stadtrundfahrt in der Mini-Bahn, dem „Petermännchen“. Am zweiten Tag hörten wir vom Kurator des Staatlichen Museums über die Rolle vom in seiner Zeit anerkannten Fachmann Vivant Denon in der Zeit des napoleonischen Kunstraubes auch in Schwerin – er war hier überrascht, so viel guter Qualität gefunden zu haben. Dort entdeckten auch wir wunderbare Schätze der Malerei, besonders des 17. Jh. (viel aus Holland, auch von Oudry aus Frankreich); ebenso der neuen Zeit, etwa mit der Ausstellung über die Beeinflussung der Schule von Barbizon auf den mecklenburgischen Impressionisten Carl Malchin (1838-1923), den wohl keiner in der Gruppe vorher kannten.

Clara, Rhinocéros von Jean-Baptiste Oudry im Staatlichen Museum Schwerin

Clara, Rhinocéros von Jean-Baptiste Oudry im Staatlichen Museum Schwerin

Ein weiterer Höhepunkt war natürlich der Besuch vom historischen Schweriner Schloss à la Chambord; sicher beeindruckend für alle war der Spaziergang durch die vielen Säle – auf jeden Fall für die zweite Gruppe mit der 82jährigen Führerin, die uns noch, voll in Form, auch den Außenbereich ums Schloss genauso spannend erklärte.

Und wunderbar bei herrlichem Wetter war zuletzt die Bootsfahrt ums Schloss herum und auf drei der vielen Mecklenburger Seen. Das Ganze wurde schließlich in der ehemals großherzoglichen Hof-Dampfwäscherei durch ein sehr leckeres Festessen richtig gekrönt. Danke an die Organisatorinnen des „Damenkreises“, Danke an die Deutsch-Französischen-Gesellschaft Cluny!

Auf zum Schloss!

Auf zum Schloss!

Bon appétit! (Abschiedsessen)

Bon appétit! (Abschiedsessen)

Brigitte Volkhausen mit Hubert Depenbusch und Helena Paetow-Stiegen

Brigitte Volkhausen mit Hubert Depenbusch und Helena Paetow-Stiegen

………..schreibt die Französin Christine Behrens, 25.9.2019

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